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Durch alle Staaten Lateinamerikas zieht sich eine Spur US-amerikanischen Einflusses, der oft dazu diente US-amerikanische Interessen zu wahren. Sowohl Lebensweise als auch machtpolitische Themen werden vom großen "Bruder" in Nordamerika beeinflusst.
In einigen Fällen haben diese Interventionen langfristig positives bewirkt. Allerdings haben amerikanische Geheimdienst- und Militärinterventionen in lateinamerikanischen Ländern auch Bürgerkriege ausgelöst, brutale Diktatoren an die Macht gebracht und großen amerikanischen Konzernen den Einfluß gesichert.
Im folgenden einige Beispiele:
Guatemala:
Eine von der Central Intelligence Agency (CIA) initiierte Militärinvasion, im Jahre 1954, stürzt Guatemala in einen 36-jährigen Bürgerkrieg mit geschätzten 200.000 Toten. Die Invasion diente dazu eine Landreform des liberalen Präsidenten Jacobo Arbenz Guzman zu verhindern, die den amerikanischen Konzern Union Fruit Company um seine riesigen Plantagen gebracht hätte.
Honduras:
Seit 1912 hatten die USA eine starke Militärpräsenz in Honduras, um US-amerikanische Militär- und Wirtschaftsinteressen zu wahren. Allerdings hat vor allem die Anwesenheit der US-Militärs Honduras vor dem gleichen Bürgerkriegsschicksal bewahrt, wie seine Nachbarländer. Als allerdings 1988 immer mehr Widerstand in der Bevölkerung gegen die US-Präsenz im Land entstand, wurde das "Military Agreement" mit den USA nicht mehr erneuert.
Nicaragua:
1933 reißt der, von den USA unterstützte Militärdiktator Anastasio Somoza die Macht an sich und es beginnt damit die Ära der skrupellosen Ausbeutung durch den Somoza Clan. Mit der Revolution in Cuba formiert sich auch in Nicaragua der Widerstand, den die Somozas mit blutigen Terror beantworten (zB politische Gefangene werden über Vulkankrater geflogen und einfach abgeworfen). Bevor die sandinistische Befreiungsfront in Managua im Juli 1979 einzieht, können die Somozas nach Miami fliehen. Der Somoza Clan hat das Land ins Chaos gestürzt und 50.000 Menschenleben gekostet. Die sandinistische Regierung wurde als "kommunistische Weltgefahr" angesehen und von den USA mit den antisandinistischen CONTRA erfolgreich bekämpft. Weitere 50.000 Menschen müßten wegen der angeblichen "kommunistischen Weltgefahr" ihr Leben lassen.
Panama:
Im Jahr 1903 hat Panama, mit Unterstützung der USA, seine Unabhängigkeit von Kolumbien erklärt. Im Jahr darauf haben die US-Amerikaner die 10-jährige Bautätigkeit am Panamakanal begonnen und die Kanalzone wurde eine US-Militärkolonie. Unter der Bush Senior Administration, im Jahr 1989, wurde der korrupte und brutale Militärdiktator (und ehemalige CIA-Mitarbeiter) Colonel Manuel Antonio Noriega durch eine 26.000 Mann starke US-Truppe gestürzt (Operation "Just Cause") und in den USA zu 40 Jahren Gefängnis verurteilt. Am 31.12.1999 ist der Panamakanal endgültig an Panama übergeben worden.
To be continued
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