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 Panamericana
 

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Sanddünen, Inca Kola und Machu Picchu - Peru
(14.2.2004-10.3.2004/ km 16.500 bis km 19.500)

   

Der Landschafts- und Klimawechsel könnte nicht extremer sein, wenn man von Ecuador über die Grenze, nach Peru, fährt: Das tropische Tiefland Ecuadors geht innerhalb weniger Kilometer in die staubtrockene peruanische Sechurawüste über, die uns die nächsten 2500 km bis an die Grenze zu Chile begleitet hat. Dort geht die Sechurawüste in die bekanntere Atacamawüste über.
Eigentlich sollte auf diesen Breitengraden tropischer Regenwald wachsen, aber der eiskalte Humboldtstrom vor der Küste Perus und Chiles läßt keine Wolken entstehen und macht dieses Gebiet zum Trockenpol der Erde.

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Viele Kurven haben wir auf der Panamericana in Peru nicht gefunden


Nasca - Spuren im Sand

Nachdem die, für uns interessanten, Teile Perus im Süden des Landes liegen, haben wir mal 1800km auf der peruanischen Panamericana zurückgelegt, bevor wir unsere erste Station Nasca erreicht hatten.
Auf diesen ersten 1800km haben wir neue, anhängliche "Freunde" gefunden, nämlich die peruanische Polizei. Wir hatten auf unserem Weg nach Süden cirka 30 Polizeikontrollen, bei denen wir mehr oder weniger kreative Polizisten getroffen haben. Ein Auto mit ausländischen Kennzeichen wird in Peru als gute Chance für ein Zusatzeinkommen gesehen. So wurden wir mit angeblich fehlenden Genehmigungen für getönte Scheiben und Hardtop, mit Geschwindigkeitsübertretungen (obwohl uns schon die alten Mopedtaxis überholt haben) und mit ähnlichen Vergehen konfrontiert. Aber nachdem alle Papiere in Ordnung waren und wir immer freundlich geblieben sind, haben wir unsere "Strafen" meistens mit einer Flasche Cola oder einem Chipssackerl bezahlt. Aus "weiser Vorausssicht" haben wir uns dann schon einen Vorrat an Snacks im Auto angelegt, allerdings nicht für uns, sondern für unsere "Freunde" von der Polizei. Hoffentlich versuchen wir dann nicht auch, aus Gewohnheit, in Österreich eine Strafe mit einem Chipssackerl oder einer Leberkässemmel zu bezahlen :-) !!

Die Nascakultur hatte ihre Blütezeit vor cirka 2000 Jahren und ihre bekanntesten Hinterlassenschaften sind die imposanten Geoglyphen im Wüstensand und die vielen Äquadukte, die noch heute Nasca mit Wasser versorgen. Wir waren echt beeindruckt, wie hochentwickelt diese Kultur vor 2000 Jahren bereits war.


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Die mehr als 600 Jahre alte Chimu-Festung Paramonga direkt an der Panamericana


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Die "Hände" im Wüstensand bei Nasca (genau hinschauen)


Entlang am Pazifik nach Arequipa

Auf der ganzen Fahrt durch Peru hat uns der Pazifik begleitet. Es fiel uns sehr schwer, nicht bei jedem Traumstrand stehenzubleiben und unser Zelt aufzuschlagen (dann hätten wir wahrscheinlich noch ein Jahr auf Tour sein müssen). Als Basis für unsere "Entdeckungen" in Südperu haben wir uns Arequipa ausgesucht, eine alte Kolonialstadt auf 2400m Höhe (passendes Klima für uns) am Fuß von einer ganzen Reihe von schneebedeckten 5000er und 6000er Vulkanen.
Von dort aus haben wir dann Touren nach Cusco (Machu Picchu), zum Titicacasee und zum Colca Canyon gemacht.


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Traumstrände findet man in Peru genug - leider ist die Wassertemperatur etwas fröstlig


Auf dem Weg nach Cusco

Wenn man ins Hochland Südperus kommt, fällt es einem nicht schwer, zu verstehen, warum die Bevölkerung der Anden die Berge verehrt haben bzw. noch immer verehren. Über dem, 4000m hoch gelegenen, Altiplano (Hochebene) erheben sich, majestätisch, schneebedeckte 6000er, die Zentralkordillere der Anden.
Die Paßstraßen erklimmen langsam fast 5000m und man merkt die Höhe eigentlich nur an der klirrenden Kälte, die sich vor allem in der Nacht einschleicht. Für uns ist das eine der schönsten Landschaften, die wir je gesehen haben!


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Auf dem Weg von Arequipa nach Cusco reiht sich ein 6000er an den anderen


Die Inkaruine Machu Picchu

Im Gegensatz zu den meisten anderen Inkastädten, hatte Machu Picchu das Glück, in Vergessenheit zu geraten und wurde deshalb vor der Zerstörung durch die spanischen Eroberer bewahrt.
Man weiß bis heute nicht gesichert, zu welchem Zweck Machu Picchu erbaut wurde, die Theorien reichen von Inkaheiligtum, Agrarzentrum oder alles in einem.
Wenn man im Tal steht und sich den steilen Bergkamm ansieht, auf dem Machu Picchu vor mehr als 500 Jahren angelegt wurde, dann fragt man sich, wie das mit den primitiven Werkzeugen der damaligen Zeit überhaupt möglich war. Die tonnenschweren Elemente, vor allem der religiösen Anlagen, wurden so genau bearbeitet, daß kein Mörtel notwendig war und nicht mal mehr eine Rasierklinge dazwischenpassen würde.
Machu Picchu und Cusco haben wir gemeinsam mit unseren beiden Schweizer Freunden Roger und Monika erkundet, die wir bereits in Costa Rica kennengelernt hatten. Wir sind gleich mit dem ersten Bus um 6.30h zur Ruine raufgefahren (wir waren selber überrascht, wie früh wir auf unserer Reise immer aufgestanden sind). Aber die frühe Tagwache hat sich echt gelohnt, da zu dieser Zeit noch keine Menschenmassen über die Ruinen trampeln und der Bergkamm teilweise von Nebel eingehüllt ist, was die Mystik dieses Ortes noch verstärkt.


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Die mystische Inka-Ruine Machu Picchu


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Machu Picchu wurde erst zu Beginn des 20.Jahrhunderts entdeckt
und ist deshalb recht gut erhalten


Der Nabel der Welt - Cusco

Cusco war, vor der Invasion der Spanier, die Hauptstadt des Inkareiches, das sich vom heutigen Ecuador bis nach Mittelchile erstreckt hat. Ein gutes Straßen- und Wegenetz verband alle Reichsteile und Nachrichten konnten durch Läufer innerhalb von Tagen verbreitet werden. Wissenschaft, Baukunst und Landwirtschaft waren hochentwickelt.
Nachdem die Spanier die Inkaherrscher umbrachten und die Bevölkerung versklavten, zerfiel das Reich sehr schnell und viele Errungenschaften gerieten in Vergessenheit.

Die Inkahauptstadt Cusco wurde von den Spaniern zerstört, gegen die massiven Steingrundmauern hatten sie allerdings keine Chance. Deshalb bestehen, auch heute noch, viele Grundmauern kolonialer Bauten aus alten Inkamauern.

Cusco war auch der Ausgangspunkt für unsere Tour nach Machu Picchu. Da wir nicht bereit waren bis zu 100 US-Dollar für die Zugfahrt dorthin zu zahlen (Machu Picchu ist nur per Zug erreichbar), haben wir die billige Variante gewählt, wo man nur die letzte Strecke mit dem Zug zurückgelegt. Dafür mußten wir zuerst mit dem Bus nach Urubamba und dann mit dem öffentlichen Minibus (23 Leute in einem 9 sitzigen Minibus, war ein bißchen eng :-) !!) nach Ollantaytambo, dem letzten per Straße erreichbaren Bahnhof. Dafür hats dann aber auch nur mehr 24 US-Dollar gekostet. Die Sparschweinchen lassen grüssen!!


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Cusco liegt inmitten grüner "Hügel", die aber alle mehr als 4000m hoch sind


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Indigenas in der typischen Tracht der Region Cusco


Der Titicacasee

Der geheimnisumwobene Titicacasee liegt auf über 3800m und ist damit der höchstgelegene, schiffbare See der Welt. Weiters ist dieser See 13mal so groß wie der Bodensee.
Die Hauptattraktion des Titicacasees sind, neben dem Farbenspiel durch die Höhenlage, die schwimmenden Schilfinseln der Uros (ein mittlerweile schon ausgestorbenes Urvolk). Die Nachfahren dieses Volkes erhalten diese Inseln nur mehr für den Tourismus und benutzen sie hauptsächlich für den Verkauf von Souvenirs.
Da wir bereits von Cusco genug vom "agressiven" Souvenirverkauf hatten, haben wir diese "schwimmenden Souvenirstände" ausgelassen :-)!


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Der Lago Titicaca liegt auf über 3800m


Der Colca Canyon

Wieder zurück in Arequipa sind wir zu unserer letzten Tour in Peru aufgebrochen: 2 Tage im Colca Canyon, dem tiefsten Canyon der Welt.
Am ersten Tag haben wir, nach einer 4-stündigen Wanderung, in Thermalquellen geplantscht, was bei den Temperaturen auf 3500m recht angenehm ist. Am zweiten Tag gings dann entlang am Canyonrand zum tiefsten Punkt des Canyons, bis zum Canyongrund sinds dort mehr als 3000m.
An dieser Stelle kann man auch fast jeden Tag, um Punkt 9 Uhr Früh, Kondore (die größten Raubvögel der Erde dürften sehr pünktliche Vögel sein) bewundern, wie sie sich von der Thermik in die Höhe schrauben lassen. Ein Kondor ist sogar nur einige Meter über unseren Köpfen vorbeigesegelt, was bei einer Flügelspannweite von 3,20m sehr beängstigend ist :-) !!


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Blick in den tiefsten Canyon der Welt


Und weiter gehts nach Chile ......

Nach der Colca Canyon-Tour haben wir uns noch ein paar Tage in Arequipa am Pool gegönnt und sind dann Richtung Chile aufgebrochen !!


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Kleine Indigena mit ihren Kuscheltieren


 

 

 

 
     

 

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