Über uns ... :: Panamericana Tour 2003/2004 :: Other Tours

Start page

 



 Panamericana
 

The tour
The car
The report

 

 

 

Vulkane, Maya und ein bißchen Heimat - Guatemala (3.10.2003-13.11.2003/ km 11.000 bis km 11.500)

   

Nachdem wir die Grenze nach Guatemala (=Feldweg mit Brücke) überquert haben, sind wir durch den etwas "ungewohnten" guatemaltekischen Straßenverkehr direkt nach Antigua Guatemala gefahren.
Antigua Guatemala ist die alte Hauptstadt Guatemalas und wurde bereits 1543 gegründet (nur 51 Jahre nach der Entdeckung Amerikas), nachdem die erste ursprüngliche Hauptstadt durch die Entleerung des Vulkan Agua-Kratersees 1541 vernichtet wurde.
Allerdings wurde auch Antigua im Jahr 1773 von einem verherrenden Erdbeben zerstört. Darum wurde im Jahr 1776 die Hauptstadt wieder verlegt, diesmal nach Ciudad Guatemala, die bis heute die Hauptstadt des Landes ist.

Antigua ist weiters von der UNESCO 1979 zum Weltkulturerbe ernannt worden. Und diesen Titel hat diese Stadt auf jeden Fall verdient. Fast die gesamte Stadt besteht aus Gebäuden, die aus dem 17. und 18.Jahrhundert stammen. Sogar Asphalt wurde aus Antigua verbannt, um die originale Steinpflasterung zu erhalten.

Irgendwie fühlten wir uns in Antigua gleich wie zuhause: Angenehmes, frühlingshaftes Klima, grüne Vulkanhänge, Mayafrauen in traditionellen Trachten und eine Familie, die uns wie ihre eigenen Kinder behandelt.

Bild groß betrachten!

Straßen von Antigua Guatemala mit Vulkan Agua (3766 m) im Hintergrund


Bild groß betrachten!

Kathedrale La Merced in Antigua

Das Land der Vulkane

Ab der mexikanisch-guatelmaltekischen Grenze beginnt das Land der Vulkane. Ein Vulkan reiht sich an den anderen (der höchste Vulkan in diesem Gebiet ist der Tajamulco mit 4220 m).

Guatemala hat ebenfalls einige aktive Vulkane, unter anderem der sehr aktive Vulkan Fuego cirka 15 km außerhalb von Antigua. Wir wurden einige Male von den Eruptionen geweckt bzw. konnten die aufsteigenden Aschewolken von unserer Terasse aus beobachten.

Wir haben die Chance genützt und sind mit einer Gruppe auf einen aktiven Vulkan (Pacaya 2552 m, letzte Eruption 2001) aufgestiegen. Dieser Aufstieg war ein tolles Erlebnis, überall kommt Schwefeldampf aus dem Berg und der Kraterrand ist grellgelb von Schwefelablagerungen.
Der Abstieg war wie Schifahren - die Vulkanasche hat ähnliche Eigenschaften wie Schnee, das heißt unten waren wir um einiges schneller.

Ein paar Tage haben wir auch am Lago Atitlan verbracht. Dieser See liegt auf 1500m und ist von drei, mehr als 3000m hohen, Vulkanen umgeben. Diese Landschaft hat eine Mystik in sich, die bereits die Maya dazu veranlaßt hat, ihre Gottheiten besonders an diesem See zu verehren.


Bild groß betrachten!

Vulkan Acatenango (3976 m) in der Nähe von Antigua Guatemala


Bild groß betrachten!

Eruption Vulkan Fuego (3763 m) von unserer Terasse aus fotografiert

Spanisch und Familienleben

Da wir in Antigua Guatemala eine Spanischschule besuchen, sind wir bei einer Gastfamilie untergebracht. Das Haus (eigentlich mehr eine Villa) unserer Gastfamilie Pedro & Sofia Contreras ist 5 Chickenbus-Minuten außerhalb von Antigua in einem Ort mit dem vielsagenden Namen Jocotenango (kennt ihr alle, oder :-) ?).
Soviel Freundlichkeit und Herzlichkeit, wie bei dieser Familie, haben wir noch selten erlebt. Man hat das Gefühl, als ob man zur Familie gehört (inklusive Familienfeiern), was uns nach der langen Zeit "On the road", mal wieder ganz gut tut.
Jeder Wunsch wird uns von den Augen abgelesen und wir geniessen jeden Tag neue guatemaltekische Spezilitäten. Würden wir länger als 1 Monat bei Sofia und Pedro bleiben, würden sich sicher auch unsere Körpermaße unvorteilhaft verändern ( :-) !!).

Apropos Spezialitäten: Was ist man so in Guatemala ? Ganz klar: Wiener Schnitzel (siehe Foto von Sofia & Pedro) ! Und wie ist das Wiener Schnitzel nach Guatemala gekommen ? Mit einem Wiener namens Wolfgang, der in Antigua das Cafe "Wiener" betreibt. Wir haben natürlich die Chance genützt und uns einen Wiener Schnitzel-Vorrat für die nächsten Monate angefuttert. Es war ziemlich kurios für uns, in Guatemala ein Wiener Schnitzel zu mampfen.

Nach 3 Wochen Intensiv-Privatkurs mit unserer Maestra (=Lehrerin) Rosa, haben wir unser Spanisch soweit aufgemöbelt, daß wir auf unserer weiteren Strecke keine Probleme haben sollten (das heißt wir können schimpfen und Essen bestellen :-) !!).
Unsere Gehirne versuchen auf jeden Fall verzweifelt die tausenden Wörter zu verarbeiten, aber wir haben ja jetzt genug Zeit, das gelernte Spanisch anzuwenden. Wir sind uns aber sicher, daß uns noch so einiges "Spanisch" vorkommen wird :-) !

Bild groß betrachten!

Sofia & Pedro - unsere "Zweiteltern" in Guatemala beim Wiener Schnitzel-Essen


Bild groß betrachten!

La casa de Sofia y Pedro -
unsere Heimat für 5 Wochen


Bild groß betrachten!

Spanischschule mit unserer "Maestra" Rosa

Cocina Guatemalteca

Gemüse, die bei uns in Österreich heutzutage zum täglichen Speiseplan gehören, kommen ursprünglich aus Zentral- und Südamerika, und werden dort seit Tausenden von Jahren angebaut. Beispiele dafür sind Mais, Tomaten und die berühmte Kartoffel. Daher bestehen auch die typischen Speisen Guatemalas hauptsächlich aus Mais, Kartoffeln, Tomaten, Kochbananen, Bohnen und Fleisch.
Diese einfachen Zutaten werden mit Gewürzen verfeinert und ergeben delikate Speisen wie Pepian, Tamales und Hilacha. Die Zunahme unserer Fettreserven zeugt von der Köstlichkeit der Speisen Guatemalas :-).

Bild groß betrachten!

Hilacha - eines der traditionellen
Gerichte Guatemalas


"Chicken-Buspendeln"

Da wir etwas außerhalb von Antigua untergebracht sind, gehören wir auch hier in Guatemala zu den Pendlern. Allerdings heißt der "Wiesel" hier "Chicken-Bus" (benannt nach den eierlegenden, gackernden Sitznachbarn im Bus) und ist ein alter, ausrangierter Schulbus aus den USA oder Kanada.
Das heißt aber auch, daß die Sitzbänke auf max. 1,50 m große Personen ausgelegt sind. Hier in Guatemala passen bis zu 5 Personen auf eine Bank (haben keine Ahnung, wie das funktionieren soll, nachdem wir zu zweit schon ein Problem haben).
Aber eben dieses Chicken-Busfahren macht das Pendeln jeden Tag zu einem neuen, kuriosen Erlebnis, vor allem, weil hier Fahrpläne keine Rolle spielen (wenn es sie überhaupt geben würde).
Will man einen Bus benutzen geht man zu einem "Busterminal" (=Parkplatz) und spaziert an den Bussen vorbei. Die einzelnen Busbegleiter schreien dann die Destination, was aber ein bißchen Fantasie erfordert, um das wirklich zu verstehen. Zum Bespiel: Hoko = Jocotenango, Igua = Antigua, Gwate = Guatemala City, etc.
Vor allem schreit auf diesen Busterminals nicht nur ein, sondern ca. 20 Busbegleiter gleichzeitig, was die Sache nicht gerade erleichtert.
Aber man lernt mit der Zeit, auf den Sound seiner "Linie" zu hören und man kommt eigentlich immer dort hin, wohin man will.


Bild groß betrachten!

Chicken-Busse fahren überall hin

Bild groß betrachten!

Colors of Guatemala - Traditionelle Handarbeiten der Maya

Die Märkte Guatemalas

Märkte gehören seit jeher zu den zentralen Punkten in der Gesellschaft dieser Region. An Markttagen kommen Verkäufer und Käufer zu Fuß, mit Pickup oder Bus aus den Dörfern der Umgebung, um Waren aller Art zu handeln.
Die Märkte Guatemalas bieten eine Farbenpracht, die nur schwer zu überbieten ist: die traditionellen Farben der Mayatrachten mischen sich mit den Farben exotischer Früchte, Gemüse und Blumen.
Spanisch wird auf den Hochlandmärkten ebenfalls nicht immer gesprochen, uralte Maya-Dialekte aus pre-hispanischer Zeit sind hier noch immer zu finden und teilweise auch vorherrschend.

Bild groß betrachten!

Marktszene in Chichicastenango/ Quiché

Und weiter gehts nach El Salvador ....


....oder doch nicht ?

Eigentlich wollten wir am 8.11.2003 nach El Salvador fahren. Jedoch war Suzi anderer Meinung !
Nach traurigem Abschied von Pedro und Sofia sind wir genau 20 km gekommen. Dann hat Suzi uns mit einem Bremsversagen durch überhitzte Bremsen gezeigt, daß er wieder zurück will.
Die Notreparatur vor dem Haus einer Familie, in einem nahen Dorf, war anscheinend das Ereignis der Woche in dem "Pueblo". Es wurden gleich Sesseln aufgestellt und wir hatten bei der Reperatur auf einmal jede Menge Publikum, aber auch Helfer. Aber wieder mal hat sich gezeigt, wie hilfsbereit und freundlich die Lateinamerikaner sind.
Nach diesem "Dorffest" sind wir wieder zurück nach Antigua zu Sofia und Pedro, die uns überrrascht grinsend, aber auch besorgt (ob des Bremsversagens), wieder bei sich aufgenommen haben.
Nach einem Tag Arbeit war Suzi wieder "fit" und wir versuchen zum zweiten Mal nach El Salvador zu kommen.


Und jetzt gehts aber wirklich weiter nach El Salvador ....

Bild groß betrachten!

Das Convento de la Compania de Jesus in Antigua wurde durch starke Erdbeben zerstört


Bild groß betrachten!

Diese Nummerntafel hat, genauso wie Guatemala, schon einiges mitgemacht

 

 

 

 
     

 

   © 2003 by Martin&Edith •  martin@martin-rampl.info