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 Panamericana
 

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Atacama, Anden und ein bißchen Europa - Chile
(10.3.2004-1.4.2004/ km 19.500 bis km 22.100)

   

Wir haben uns schon auf Chile gefreut, da uns dieses Land als eines der westlichsten in ganz Lateinamerika bekannt war. Und wir wurden nicht enttäuscht: Schon die Grenze war nicht der übliche Feldweg mit Brücke, sondern eine moderne Station, wie wir sie aus Europa kennen.
Unsere erste Station war die Hafenstadt Arica, 50 km nach der Grenze. Dort haben wir dann fast alles gefunden, was wir schon vermißt hatten: Kaffeehäuser mit gutem Eiskaffee; Geschäfte, wo man das bekommt, was man will und nicht was gerade da ist; eine Fußgängerzone und vieles mehr.

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Arica war ein sehr guter Anfang in Chile


Parque Nacional Lauca

Ein Pflichtprogramm für alle Besucher von Arica ist der Nationalpark Lauca, 190km östlich der Stadt. Zwischen 3000 und 6000 Metern findet man hier Bergseen, schneebedeckte Vulkane und fast alle Tiere, die in den Anden heimisch sind.
Für diesen Nationalpark haben wir uns einer Tagestour angeschlossen, weil es sonst recht schwer ist, die, oft gut versteckten, Tiere zu finden und außerdem sind wir nach den vielen Kilometern in Peru schon ein bißchen "fahrfaul" geworden.

Der Aufstieg von Meereshöhe auf über 4500m in wenigen Stunden ist eine ziemliche Belastung für den Körper, wodurch es gleich ein paar "Ausfälle" gegeben hat (wir waren noch recht gut akklimatisiert durch unseren Aufenthalt in Peru).
Aber man wird wirklich für alles belohnt, im Lago Chungara auf über 4500m spiegelt sich der perfekt-geformte Kegelvulkan Parinacota, gleich neben der Straße tummeln sich Vicunas, Guanakos, Viscachas (schaut aus wie ein plüschiger Hase), Flamingos und sogar den Andenhirschen Huemul, von dem es nur mehr ein paar Hundert Tiere gibt, kann man beobachten. Der Nationalpark Lauca ist auf jeden Fall einen Besuch wert und zählt sicher zu den schönsten Naturreservaten, die wir auf unserer Reise gesehen haben.


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Guanakos im Nationalpark Lauca
hautnah beoachtet


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Lago Chungara mit dem perfekten
Kegelvulkan Parinacota


Die größte Loch der Welt - die Kupfermine Chuquicamata

Der Boden der Atacamawüste ist voll mit wertvollen Rohstoffen. Das wichtigste Produkt Chiles ist Kupfer (Chile ist der weltgrößte Kupferproduzent). Das Kupfer wird meistens im Tagebau abgebaut, wodurch riesengroße Gruben entstehen. In der größten Kupfermine der Welt Chuquicamata sind fast 100 Muldenkipper 24 Stunden, 365 Tage im Jahr damit beschäftigt das Erz vom Boden der Mine in 850m Tiefe zur Weiterverarbeitung zu bringen. Jeder dieser Kipper kann mehr als 300 Tonnen Erz laden, hat die Größe eines Einfamilienhauses und alleine ein Reifen dieser Monster hat 3 Meter (!!) Durchmesser. Im Vergleich zu einem dieser Kipper schaut man recht winzig aus. Die schwarzen Punkte am Foto sind übrigens die Kipper auf dem Weg nach oben (nur um einen Vergleich zur Größe der Grube zu haben!!


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Das gebuddelte Kupferloch ist 4,3km lang, 3km breit und 850m tief


Die Wüstenoase San Pedro de Atacama

Die meisten Leute, die nach Cile reisen, kommen nach San Pedro de Atacama wegen der einzigartigen Landschaft und der relaxten Oasenidylle. Mit der relaxten Oasenidylle konnten wir uns nicht anfreunden, da für uns San Pedro ein Lehmhüttendorf war, wie wir es schon aus Peru genug kannten und die Preise (tourismusgerecht) doppelt so hoch, wie sonst wo in Chile waren.
Aber dafür hat uns die Landschaft regelrecht umgehauen (wie auf den Fotos zu sehen ist). Es gibt in unmittelbarer Umgebung soviel zu sehen, daß man locker eine Woche in diesem Dreiländereck zwischen Chile, Bolivien und Argentinien verbringen könnte.

Am ersten Abend gings mit Suzi über die Schotterpiste durchs Valle de la Luna (Moon Valley), wo Salz- und Gesteinsformationen im untergehenden Sonnenlicht in allen Farben glänzen.

Gleich am nächsten Tag hieß es Tagwache um 3 Uhr morgens. Da gings zum El Tatio Geysirfeld auf 4300m Höhe, die gerade bei Sonnenaufgang am schönsten sind. Hunderte Dampfsäulen steigen dann vor einer wunderbaren Gebirgskulisse in den Himmel und man kann direkt zwischen rauchenden und blubbernden Geysiren einen Morgenspaziergang machen.
Man kann sogar in einem Wasserloch im warmen Wasser ein Bad nehmen, wir haben das allerdings bleiben lassen, da wir unsere Finger und Zehen nach der morgendlichen Kälte in dieser Höhe mal auftauen mußten.

Danach gings zum Salzsee Salar de Atacama, einer riesigen Salzebene, in dessen Mitte Lagunen durch unterirdische Wassereservoirs gespeist werden und so ein Paradies für verschiedene Vogelarten, allen voran Flamingos, darstellen. Für uns war es ein Wunder, wie es in diesem brütendem Salzofen überhaupt Leben geben kann. Die Hitze dort kommt nicht nur von oben, sondern, durch die weiße Salzfläche auch von unten. Die Flamingos ernähren sich von bunten Algen, die nur in dieser salzigen Umgebung leben können, wodurch sie auch ihre rosarote Gefiederfarbe bekommen.
Wir haben die Flamingos dann ziemlich bald wieder mit ihrem Abendessen alleine gelassen, da die Hitze und der trockene Wind einen in kürzester Zeit austrocknet.

Ein Vorteil von Salzseen sind die fast asphaltglatten Salzpisten, auf denen man, im Gegensatz zu Schotterpisten, mit ruhigen Gewissen auch mal ein bißchen Gasgeben kann. Wir haben Gelegenheit gleich genutzt und sind mit unserem guten, alten Suzi in dieser wunderbaren Kulisse über den Salzsee gebraust und haben nochmal die Weite Südamerikas genossen.
Das war auch gleich dann der schöne Abschluß für unseren Aufenthalt in San Pedro de Atacama.


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Das Andenhochland rund um San Pedro hat einiges zu bieten - Vulkan Licancabur
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Salzformationen im Valle de la Luna
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Geysirfeld El Tatio auf 4300m Höhe
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Flamingos beim "Abendessen"
am Salar de Atacama
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Unterwegs am Salar de Atacama

Der Kupferhafen Antofagasta

Da 120km südlich von Antofagasta die Teleskope des Cerro Paranal liegen, war das unser nächster Zwischenstopp. In Antofagasta wird das Kupfer verladen, das in den riesigen Minen der Umgebung abgebaut wird.
Aber Antofagasta hat noch eine natürliche Attraktion zu bieten, die wir uns nicht entgehen lassen wollten. Die Wellen des Pazifiks haben dort durch Erosion einen Bogen im bunten Sedimentgestein geschaffen.
Die rötlichen Felsen ergeben einen wunderschönen Kontrast zum blauen Wasser des Pazifiks.


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Küste bei Antofagasta -
der Felsbogen La Portada


Das größte Teleskop der Welt - Cerro Paranal

Das Very Large Telescope (VLT) steht am 2664m hohen Cerro Paranal, 12km von der Pazifikküste. Dieser Ort wurde ausgesucht, weil dort stabile Atmosphärenkonditionen vorherrschen und die Atacama der trockenste Ort der Welt ist.
Das Observatorium Cerro Paranal gehört zu den European Southern Observatories (ESO) und ist mit seinen vier 8,2 Meter-Spiegelteleskopen, das Größte der Welt. Die vier Teleskope können durch optische Methoden zu einem virtuellen Riesenteleskop kombiniert werden oder einzeln verschiedene Aufnahmen unseres Universums machen.
Das Teleskop hat mehr als eine Milliarde Euro gekostet, wendet bahnbrechende Technologien an und steht Forschern aus aller Welt gratis (!!) zur Verfügung.

Um zum Cerro Paranal zu kommen, muß man 70km auf einer Schotterpiste zurücklegen, um von dort Richtung Süden wieder auf die Panamericana zu kommen, nochmal 120km ruppige Schotterpiste.

Dieser 200km-Schotterpistenritt dürfte Suzi nicht so gut gefallen haben, denn....


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Die vier 8m-Teleskope am Cerro Paranal sind eine technische Meisterleistung


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Schotterpiste mitten in der Atacama südlich des Cerro Paranal


Die unfreiwillige Fahrtunterbrechung

......am nächsten Tag hat Suzis Lichtmaschine mitten in der Wüste den Geist aufgegeben. Da wir nicht mehr weiterfahren konnten, mußten wir einen Abschleppwagen ordern, der uns dann in das nächste Dorf geschleppt hat. Der Abschleppwagen war übrigens ein 40 Jahre alter Ford, wo wir Angst hatten, ob wir es wirklich bis ins Dorf schaffen.
Die Werkstatt war eine Wellblechhütte auf einem Sandplatz, aber die "Mechaniker" waren alle sehr nett und hilfsbereit (logischerweise haben wir, als Gringos, auch fast das Dreifache wie eine Chilene bezahlt). Nachdem die Reparatur im Dorf nicht möglich war, ist Martin am nächsten Tag mit dem Bus und Lichtmaschine in die nächste Stadt gefahren, wo dann alle wieder gerichtet wurde.


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Für Suzis Lichtmaschine war die Hitze zuviel


Unsere letzte Woche in Chile

Nach dieser unfreiwilligen Fahrtunterbrechung sind wir noch eine Woche im Strandort La Serena geblieben. Leider war das Wetter nicht passend zum Baden, daher haben wir die Zeit genutzt, um uns wieder mal selbst zu organisieren, dh Suzi wieder auf Vordermann bringen, Homepage updaten, und was sonst noch so angefallen ist.
Danach wurde es für uns Zeit Abschied von Chile und auch vom Pazifischen Ozean zu nehmen, der uns auf unserer ganzen Reise begleitet hat (ist uns echt ein bißchen schwer gefallen). Unsere letzte Andenüberquerung hat uns über den, mehr als 3800m hohen, Paso de la Cumbre geführt, eine letzte Herausforderung für Suzi, die er bravorös gemeistert hat.


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Noch ein letzter Blick auf unseren Reisebegleiter - den Pazifischen Ozean


Weiter gehts nach Argentinien .....

Noch eine letzter Andenpaß, dann waren wir auch schon in Argentinien.

Was wir dort so erlebt haben, findet Ihr auf der Argentinien-Page !!

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Andenüberquerung bei Los Andes-Mendoza


 

 

 

 
     

 

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