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Parilla, Tango und Bodegas - Argentinien (1.4.2004-30.4.2004/ km 22.100 bis km 23.400)
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Und da waren wir auch schon, im zwölften auf unserer Reise: Argentinien.
Wir wurden auch gleich toll begrüßt, denn die Fahrt von der chilenischen Grenze hinunter nach Mendoza führt durch ein wunderschönes Andental mit einem besonderen Highlight.
Am Ende eines Seitentales thront der höchste Berg Amerikas und gleichzeitig der höchste Berg außerhalb des Himalayas, der 6959m hohe Cerro Aconcagua.
Wir hatten noch dazu Glück mit dem Wetter und haben einen tollen Blick auf den Aconcagua erhascht.
Etwas weiter Richtung Mendoza liegt die Thermalquelle Puente del Inca, wo eine natürliche Brücke aus Schwefelablagerungen sich über den Rio de las Cuevas spannt.
Nach diesen beiden Naturwundern ist uns auch der Abschied von den Anden nicht mehr so schwer gefallen !!
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Der fast 7000m hohe Cerro Aconcagua
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Die Weinstadt Mendoza
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Wenn man etwas von argentinischen Wein hält, muß man nach Mendoza kommen.
Mendoza liegt auf der Ostseite der Anden in den ersten Ausläufern der argentinischen Pampa.
Die Pampa ist das superflache Grasland, das sich bis zum Antlantik hinzieht und die saftigen, argentinischen Steaks hervorbringt (schlurp !!).
Aus dieser Region kommt 70-80 Prozent der gesamten Weinproduktion Argentiniens.
Auf bewässerten Wüstenboden wächst, unter anderem, die für Argentinien typische Sorte Malbec.
Fast 300 Sonnentage pro Jahr ergeben sehr viel Zucker in den Trauben und dadurch einen,
relativ hohen, Alkoholgehalt von über 13 Prozent.
Da Mendoza, rein zufällig (:-)!!), auf unserem Weg lag, mußten wir dort gleich für eine Woche halt machen
und, in verschiedenen Bodegas, den Wein verkosten (hicks !!).
Wie der Zufall so wollte, war auch zu dieser Zeit Martins Geburtstag, den wir natürlich, gemeinsam mit Roland,
einem weitgereisten, waschechten Lübecker, ausgiebig gefeiert haben.
Da hatten wir auch gleich eine gute Ausrede, noch mehr argentinischen Wein zu verkosten.
Dabei haben wir auch gelernt, daß Norddeutsche auch einiges vertragen :-)) !!
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Die Naturbrücke aus Schwefelablagerungen - Puente del Inca - ist weltweit sicher einmalig
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In diesen Fässern lagern die edlen Tropfen Mendozas
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Buenos Aires - die Stadt des Tangos
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Die 1100km von Mendoza nach Buenos Aires waren ziemlich eintönig.
Flache Graspampa macht Kurven irgendwie unnötig, so wurde Suzis Lenkrad eigentlich nur bei der Einfahrt in Tankstellen und beim Überholen von Mähdreschern bemüht :-)!!
Als wir in die Nähe der 13-Millionen Einwohner Metropole Buenos Aires kamen, wartete auf uns eine letzte große Herausforderung: Autofahren in Buenos Aires.
Obwohl wir schon einiges gewohnt waren in puncto Verkehr in Lateinamerika, war Buenos Aires noch eine Steigerung.
Auf 8-spurigen Stadtautobahnen ohne Leitlinien (!!) gings zu wie im Autodrom.
Links und rechts wurden wir, mit unserem, nicht gerade wendigen Suzi, überholt.
Die Portenos (Einwohner von Buenos Aires) waren anscheinend noch dazu nicht sehr begeistert von dem klobigen, schwarzen Verkehrshindernis mit unindentifizierbarer Nummerntafel,
was die Sache noch spannender machte.
Verkehrszeichen und Ampeln haben in Lateinamerika sowieso nur Hinweischarakter und die Beachtung derselben hängt von der jeweiligen Autogröße ab,
aber das waren wir ja schon gewohnt.
Auf jeden Fall waren wir sehr froh, als Suzi sicher in der Hotelgarage verstaut war und wir ihn nur mehr an Wochenenden herausholten,
wo sich weniger Verkehr durch die Straßen wälzt.
Buenos Aires war uns als eine der schönsten Städte in ganz Lateinamerika bekannt und diesem Ruf wird Buenos Aires auch gerecht.
Nette Cafes, Restaurants mit den saftigsten Steaks der Welt um 3 Euro, überall Kultur und internationales Flair haben uns sehr begeistert.
Unser Frachtschiff hatte eine Woche Verspätung und deshalb haben wir Buenos Aires in fast drei Wochen ausgiebig kennengelernt.
Ein Pflichtbesuch in Buenos Aires ist der Stadtbezirk Recoleta mit dem pompösen Friedhof. In diesem ist auch Eva "Evita" Peron begraben,
die berühmte und vom Volk verehrte Gattin des ehemaligen argentinischen Präsidenten der 1950er Jahre, Juan Peron.
Ein weiterer Pflichtbesuch (vor allem für den männlichen Teil der Reise) war ein Fußballmatch eines der bekanntesten Klubs in Argentinien, Riverplate.
Die Stimmung bei so einem Event ist unbeschreiblich, am besten kann man es wohl mit dem Karneval in Rio vergleichen.
So war die Hauptattraktion bei diesem Match nicht das eigentliche Fußballspiel, sondern eher die Gesänge und Choreografie der zigtausenden Riverplate-Fans.
Buenos Aires liegt an einem riesengrossen Flußdelta, in dem der Rio Parana
(das Flüsschen, das 1300km vorher beim Itaipu-Kraftwerk aufgestaut wird),
der Rio Uruguay, und ein paar "kleinere" Flüsse, z.B. der Rio Tigre, in den Atlantik münden.
Das Tigre-Delta hat uns irgendwie an die Niederlande erinnert, an unzähligen Wasserstraßen liegen die Wochenendehäuschen der Portenos,
die man teilweise auch nur mit den Boottaxis erreichen kann (siehe Bild).
Aber mit einer Sache werden wir Argentinien immer assoziieren: dem Essen!!
In unzähligen, ausgezeichneten Restaurant werden die besten Fleischspeisen um einen, für Europäer, kleinen Preis angeboten.
Am Abend riecht ganz Buenos Aires nach der Parilla, Fleisch, das rund um eine Feuerstelle aufgespießt wird und ganz langsam gegart wird.
Ein Teil der Parilla ist auch der Verzehr so ziemlich aller Innereien, was wir aber immer ausgelassen haben.
Und so haben wir das Warten auf die Abfahrt unseres Schiffes in Buenos Aires echt genossen,
noch dazu haben wir zwischendurch auch noch einen Ausflug nach Brasilien gemacht.
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Der Präsidentenpalast in Buenos Aires - die Casa Rosada
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Das Grab der, vom Volk geliebten, Evita Peron
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Tango wird in Buenos Aires überall getanzt - sogar in der Fußgängerzone
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Ein unvergeßliches Erlebnis - ein Fußballmatch in Argentinien
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Das Tigre-Flußdelta hat uns irgendwie an die Nierderlande erinnert
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Warten auf die Verschiffung nach Hause
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Unser Abenteuer war an dieser Stelle zwar nicht zu Ende, aber es wurde Zeit, uns von Lateinamerika zu verabschieden.
Unser Container-RoRo-Schiff MS Repubblica Argentina kam am 30.4. in Buenos an.
Über Uruguay, Brasilien, Senegal und England gings für uns und Suzi in ca. 28 Tagen nach Hamburg in Deutschland.
Von dort fuhren wir dann mit Suzi die restlichen 1000km nach Hause.
Nach fast 10 Monaten unterwegs, freuten wir uns schon sehr auf zuhause, unsere Familien, Freunde, und auch auf so Kleinigkeiten, wie Eieraufstrich, Kornspitz und Leberkäs!!
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Bis bald, hasta luego Südamerika!!
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